Einem Außerirdischen eine Kreuzfahrt in der Karibik oder Rafting auf einem Wildbach zu erklären, ist genau so unmöglich, wie einem Normalverbraucher systemische Aufstellungen begreifbar zu machen - man muss es einfach erleben! Auch Schwimmen und Segeln lernen Sie nicht aus Büchern.
Wenn Sie ein verzwicktes Problem haben, das Sie trotz intensiver Ursachenforschung,
Teilanalysen, logischen Folgerungen und kreativen Ideen nicht lösen konnten, dann ist
eine Aufstellung ein gutes Mittel, um schnell Einsicht in komplexe oder verworrene
Beziehungen zu bekommen.
Zum besseren Verständnis ein Beispiel:
Was machen Sie, wenn Ihr Knie trotz Pillen, Bandagen und Spritzen immer noch weh
tut? Sie lassen es röntgen oder ein CT machen und sich dann vom Arzt erklären, was
ist und getan werden sollte für eine Heilung. Und genau so ist es mit einer Aufstellung:
Sie erkennen, was ist und lassen sich vom Fachmann zeigen, was zu tun ist. Und wie
bei einem CT-Bild ist auch eine Aufstellung nicht die Wirklichkeit, sondern es bildet
sie ab und kann hilfreiche Erkenntnisse ermöglich.
Der zusätzliche Vorteil von Aufstellungen: Sie müssen sich auf keine riskante
Operation einlassen, sondern Sie können sogar Maßnahmen im Probelauf auf ihre
Wirksamkeit testen, sehr schnell und flexibel.
Wagen Sie einen Versuch - es lohnt sich für Privatpersonen genau so wie für Unternehmer in Einzelarbeit oder Seminaren
Nur wenn Sie ins Wasser gehen, lernen Sie das Schwimmen!
Von systemischen Aufstellungen spricht man, wenn Einzelelemente z.B. Familienmitglieder durch Stellvertreter (im Sinne von "Vertreter für...") in einem Raum positioniert werden, wobei allein schon durch den Abstand voneinander, die Blickrichtung und Haltung Emotionen und Kräfte ans Licht kommen, die sonst im Unterbewussten verborgen bleiben. Hier werden u. a. zwischenmenschlichen Beziehungen sichtbar, die durch keine andere Methode wie Umfrage oder verbale Analyse so schnell und vielfältig erfasst werden können. Es zeigt sich einfach, was ist. Das klingt banal, doch ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Außerdem kann im Zuge einer Prozessarbeit beispielhaft erfasst werden, wie Veränderungen von Systemelementen auf das Ganze wirken. Durch die Stellvertreter können wesentliche Informationen "abgefragt" werden, ähnlich dem Internet - und hier wie da klappt die Informationssuche, sofern man den richtigen Zugang hat und die richtigen Fragen stellt. (z.B. bei Google oder Wikipedia: Aufstellungen)

